Die SP lanciert Telefongespräche als neues Wahlkampfmittel bei den Nationalratswahlen

Die Sympathien in der Wählerschaft für die einzelne Parteien sind über die Jahre in etwa konstant. Die Wahlen gewinnt nicht, wer Wähler davon überzeugt seine Parteisympathien zu wechslen, sondern wer das eigene Wählerreservoir am besten mobilisiert, gerade auch weil die Wahlbeteiligung in der Schweiz traditionell eher tief ist. Doch wie macht man das am besten? Aus der Berichterstattung über die Wahlen in den USA haben wir ja schon davon gehört, dass dort die Anhänger eines Kandidaten versuchen, potentielle Wähler mittels Telefongesprächen zur Wahl zu motivieren. Die SP wird nun bei den Nationalratswahlen 2015 versuchen, die eigene Wählerschaft ebenfalls mittels einer Telefonkampagne zur Teilnahme an der Wahl zu motivieren. Ich denke das ist eine gute Idee, denn ein persönliches Gespräch ist allemal motivierender als ein Plakat oder Inserat.

Pressemitteilung vom 1.9.2015

Die SP Kanton Bern hat sich als Wahlziel mindestens sechs Sitze im Nationalrat, den Erhalt des Ständeratssitzes von Hans Stöckli sowie 21% WählerInnenanteil gesetzt. Sie startet dafür mit vier Listen in den Wahlkampf: SP Frauen, SP Männer, SP Frankophone und einer separaten JUSO-Liste. Zur besseren Mobilisierung führt die SP eine gross angelegte Basiskampagne per Telefon durch.

An ihrer heutigen Medienkonferenz präsentierte die SP Kanton Bern ihre Kampagne und die Ziele für die Wahlen 2015. Die SP strebt im Nationalrat mindestens sechs Sitze an. Beim Stimmenanteil möchte die SP Kanton Bern zulegen und setzt sich mit 21% ein hohes Ziel. Dieser WählerInnenanteil garantiert den Erhalt der bisherigen sechs Sitze.

Um den WählerInnenanteil zu vergrössern, will die SP ihre Anhängerschaft viel stärker mobilisieren. Dazu führt die Partei eine aufwändige Basiskampagne durch, die auf dem persönlichen Gespräch beruht. Die SP wird in der Schlussphase des Wahlkampfs mit 20‘000 Telefonanrufen möglichst viele SP-nahe Menschen zum Wählen bewegen. Parteipräsidentin Ursula Marti ist überzeugt, dass «die SP Kanton Bern dank der Basiskampagne viel mehr Menschen erreichen kann, als mit einer millionenschweren Inseratekampagne.»

Insbesondere im französischsprachigen Teil des Kantons will die SP ihr WählerInnenpotenzial vergrössern. Als einzige Partei tritt sie deshalb mit einer separaten frankophonen Liste an. Vizepräsident Roberto Bernasconi erinnert daran, dass der Berner Jura im Nationalrat nicht ausreichend vertreten ist und meint: «Dank der frankophonen Liste sollen die 10% Französischsprachigen im Kanton endlich eine angemessene Vertretung im Bundeshaus erhalten». Ständerat Hans Stöckli begrüsst als Präsident der parlamentarischen Gruppe Mehrsprachigkeit die frankophone Liste sehr: «So kann der zweisprachige Kanton Bern seine Funktion als Brückenkanton weiter stärken. Das kommt auch dem Standort Bern zugute.»

Inhaltlich fokussiert die SP auf die folgenden drei Schwerpunktthemen: faire Löhne, bezahlbarer Wohnraum und sichere Renten. Dazu macht die Partei auch eine Plakatkampagne im ganzen Kanton. GKB-Präsident und Nationalrat Corrado Pardini betont: «Mit diesen Themen ist die SP ganz nah dran an den wirklich drängenden Anliegen der breiten Bevölkerung.» Und Tamara Funiciello, JUSO-Spitzenkandidatin, doppelt nach: «Gerade junge Menschen sind von den Entscheidungen, die wir heute treffen, später am stärksten betroffen.» Mit ihrem Slogan «Ändern was dich stört» will die JUSO den Anteil der Jungen im Nationalrat weiter erhöhen.

Mit der Kandidatur «Hans wieder ins Stöckli» und mit ihren vier starken Listen ist die SP Kanton Bern ideal für die Wahlen aufgestellt und zuversichtlich, ihre Wahlziele erreichen zu können.

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